Lieder und Geschichten der Shoah

"Ihr seid nicht schuldig für das, was damals geschehen ist, aber ihr macht euch schuldig, wenn ihr nichts von dieser Geschichte wissen wollt." (Esther Bejarano)

Nach meinem Besuch der Gedenkstätte Auschwitz / Auschwitz-Birkenau im Sommer 2024 hatte ich das starke Bedürfnis, das danach entstandene Lied "Blumen & Brot" in einem eigenen Rahmen zu präsentieren und damit einen eigenen Beitrag zum Gedenken an die Opfer der Shoah zu leisten. Aus diesem Bedürfnis heraus entstand schließlich die Idee eines Konzertformats mit Liedern und den dazugehörigen Geschichten aus dem Kontext der Shoah. Es folgte über ein Jahr der Planung, Recherche, des Arrangierens und der intensiven Auseinandersetzung mit der Shoah, mit Schicksalen und Lebensgeschichten, mit jüdischer Kultur und Musik und auch mit mir selbst. Auf diesen Seiten findet ihr nun Informationen zum Konzert und ergänzend dazu darüber hinaus Geschichten von Menschen und Liedern, die mir auf dieser Reise begegneten und mich tief bewegt haben.

Im April 2026 durfte ich mit der lieben Leni Bohrmann in ihrem Podcast "Backstage" über mein musikalisches Schaffen und vor allem dieses Projekt sprechen. Die Folge erschien am 24. Mai 2026:

>> Lieder und Geschichten der Shoah: Lena Lehmann auf Podcaster
>> Folge auf YouTube

Außerdem könnt ihr die Folge natürlich auch auf den gängigen Podcast-Plattformen hören.

Bedřich Fritta: Map of Terezín, Terezín; Terezín Memorial, PT 5028

Theresienstadt

Die ehemalige Garnisonsstadt wurde ab November 1941 von den Nazis als Sammel- und Durchgangslager eingerichtet, in das auch viele jüdische Intellektuelle und Künstler:innen verschleppt wurden. "Blumen & Brot" erzählt die Geschichten von Ilse Weber und Leo Straus.

Łódź

Im Ghetto Łódź (1939 bis 1944) war der berüchtigte Chaim Rumkowski als Vorsitzender der Jüdischen Selbstverwaltung eingeteilt. Der Kabarettist und Gefangene Yankele Hershkovitsh sang trotz Zensur durch den Judenrat in den Strassen Lieder über das aktuelle Geschehen.

Vilna

Das "Jerusalem des Nordens" wurde es vor dem 2. Weltkrieg genannt und war ein Zentrum jüdischer Kultur und Bildung. Die Dichter Hirsch Glik und Shmerke Kaczerginski kämpften hier als Partisanen gegen die Nazis und schrieben die Hymnen des jüdischen Widerstands.

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